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Richtfest

28.11.2017

Richtfest

 

Richtfest im Gesundheitsquartier Düren

Ein integriert-vernetztes Modell zur Versorgung von Menschen

Nach dem „Ersten Spatenstich“ im April des Jahres für die Neubauten hat das Vorhaben des Rheinischen Blindenfürsorgevereins 1886 Düren (RBV) Gestalt angenommen, gemeinsam mit dem Krankenhaus Düren und der LVR-Klinik Düren dem Gesundheitsquartier Düren ein Gesicht zu geben und am Standort Schoellerstraße/Roonstraße ein integriertes Versorgungsmodell umzusetzen.

Seit einigen Jahren verstärken diese drei Träger ihre Kooperation vor Ort, um Antworten auf die drängenden Herausforderungen bei der Betreuung und Versorgung vor allem auch älterer und behinderter Menschen zu geben. Dabei bilden die unterschiedlichen Kompetenzen der Beteiligten eine hervorragende Ausgangsbasis.

Der Rheinische Blindenfürsorgeverein hält verschiedene Einrichtungen und Angebote vor. Direkt am Standort gelegen sind das Anna-Schoeller-Haus, ein Alten- und Pflegeheim für 71 Menschen sowie das Rheinische Blindenheim (mit ehemals 47 Bewohnern) zur Betreuung, Förderung und Freizeitgestaltung für mehrfach behinderte erwachsene Menschen.

Der Umzug aus dem alten in das neue Anna-Schoeller-Haus erfolgte bereits 1999, seitdem stand das Gebäude bis zum Abriss leer. Trotz verschiedener Anläufe hatte sich das Altgebäude keiner ökonomisch und ökologisch vertretbaren Nutzung zuführen lassen. 

Auch das Rheinische Blindenheim entspricht nicht mehr den Anforderungen des aktuellen  Wohn- und Teilhabegesetzes, so dass seitens des Vorstands bereits 2012 über einen Ersatzneubau entschieden wurde. Unterstützt durch das Anreizprogramm des Landschaftsverbandes Rheinland zur Konversion und Dezentralisierung, konnten durch Trainingsmaßnahmen bereits mehrere Bewohner auch nach langjähriger stationärer Unterbringung auf eigenständiges Wohnen vorbereitet werden. Die damit erworbenen Erfahrungen sind in die Neubauplanungen mit eingeflossen

Benötigt und gebaut wird nunmehr ein viergeschossiger Neubau mit 24 Plätzen, bei dem auf drei Etagen in 6 Gruppen je 4 Bewohnern untergebracht werden. Dazu kommen im 3.OG 9 Plätze für Wohn-/Trainingsmaßnahmen, die ebenfalls von behinderten blinden und sehbehinderten Menschen genutzt werden, um sie zu mehr Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und zu einem zunehmend selbstbestimmteren Leben zu fördern. Das Gebäude wird vollständig unterkellert. Um neben den erblindeten Menschen auch den Rollstuhlfahrern gerecht zu werden, werden sämtliche Räume barrierefrei ausgebildet. Hierzu gehören vor allem die Beleuchtung, Orientierungshilfen an Wänden und in den Fußböden, taktile und kontrastreiche Bedienungselemente, Orientierung durch akustische Reize, Treppenhausabsturzsicherungen sowie Fingerklemmschutz; weiterhin wird das Gebäude, auf Grund seiner geo-strukturellen Lage, erdbebensicher errichtet. 

An das neue Rheinische Blindenheim wird sich ein weiteres Gebäude entlang der Schoellerstraße anschließen. Erdgeschoß und 1. OG wurden an die LVR-Kliniken Düren vermietet, die auf einer Gesamtfläche von ca. 1.050m² eine tagestherapeutische Einrichtung und stationäre Nachsorge für Menschen mit geronto-psychiatrischen Erkrankungsmerkmalen betreiben werden. Für die Patienten sind Trainings-, Aufenthalts-, Ruhe- und Gruppenräume sowie Räume für die medizinische und Versorgungsinfrastruktur vorgesehen. Der Hauptzugang liegt im hinteren Gebäudeteil  und beeinträchtigt somit den Straßenverkehr in der Schoellerstraße nicht.

Das 3. und 4. Obergeschoß werden entweder selbst genutzt oder vermietet. Die abschließenden Gespräche dazu werden bis Jahresende geführt sein, um zeitnah nach dem sich immer mehr bestätigenden Fertigstellungstermin im August 2018 die Räume ihrer Zweckbestimmung zuzuführen.

In den freiwerdenden Gebäudeteilen werden zukünftig ebenfalls Dienstleistungen angeboten, die den Kompetenzen und satzungsgemäßen Aufgaben des RBV entsprechen.

RBV, LVR-Klinik Düren und Krankenhaus Düren schaffen mit allen Beteiligten ein Modell für die Bewältigung der  Herausforderungen an eine zukünftige medizinische, soziale und quartiersbezogene Versorgung und Betreuung.