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Chronik

Die Geschichte des Rheinischen Blindenfürsorgevereins

Tradition

1842
In diesem Jahr wollte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mit seiner Gemahlin Elisabeth die Rheinlande besuchen, woraufhin zu einer Spendenaktion aufgerufen wurde mit deren Ertrag zu Ehren der Königin ein rheinisches Blindeninstitut errichtet werden sollte. Die gespendeten 42.000 Taler wurden der Königin überreicht.

18.06.1844
Errichtung der ‚Elisabethstiftung für Blindenunterricht in der Rheinprovinz‘. Mit der Stiftung wurde der Zweck verfolgt, „bildungsfähige Blinde der Rheinprovinz zu erziehen und durch Schulunterricht, sowie durch Aneignung von Geschicklichkeiten, zu nützlichen Bürgern des Staates zu bilden“.

13.11.1845
Geburtstag der Königin, Eröffnung des Blindeninstituts

08.12.1862
Wegen ständiger finanzieller Schwierigkeiten wurde die Stiftung durch Beschluss des 16. Rheinischen Provinzial-Landtags in den Rang eines Provinzialinstituts erhoben. Unter neuem Namen „Elisabethstiftung, Rheinische Provinzialbildungsanstalt“ und mit geänderten Statuten wuchsen die Aufgaben bei ständig ansteigenden Betreuungszahlen.

01.04.1886
Anlass für die Gründung des Rheinischen Blindenfürsorgevereins waren – auf Anregung des damaligen Direktors des Blindeninstituts, Wilhelm Mecker gegenüber dem Landesdirektor Dr. Klein – die notwendigen Hilfen für die aus der „Provinzial-Blindenanstalt Düren entlassenen beruflich ausgebildeten Blinden und die Beschaffung der dazu erforderlichen Mittel nach Kieler Vorbild“ Der Landesdirektor der Rheinprovinz erließ, von 16 Blindenfreunden unterstützt, einen Aufruf „zur Gründung eines Vereins zur Fürsorge für die Blinden in der Rheinprovinz und zum Wohle der entlassenen Zöglinge“.

24.10.1886
Gründung des Vereins. In neun Monaten traten 6.140 als Mitglieder bei. Den Vorsitz übernahm Dr. Klein, seine Vertretung Landrat Klausener.

04.03.1887
Erste Generalversammlung
Der Verein sah zunächst als Hauptaufgaben:

  • den Unterstützungsfonds der Provinzial-Blindenanstalt für die Entlassenen zu mehren,
  • der Provinzial-Blindenanstalt bei der Unterbringung und Beschäftigung Blinder mit Rat und Tat an die Hand zu gehen und
  • geeignete Beschäftigungsanstalten für Blinde zu errichten und zu unterhalten sowie älteren, noch nicht ausgebildeten Blinden der Rheinprovinz Gelegenheit zur Ausbildung und Beschäftigung zu geben.

1887
Errichtung der ersten Blindenwerkstätte des Vereins in Köln.

04.04.1894
Namensänderung in "Verein zur Fürsorge für die Blinden der Rheinprovinz zu Düren".

12.11.1894
Dem Verein werden durch allerhöchste Kabinettsorder die Rechte einer juristischen Person verliehen.

02.01.1899
Kommerzienrat Philipp Schoeller und seine Gattin Anna schenken dem Verein ein Grundstück in Düren und zugleich die Mittel zum Bau und zur Einrichtung eines "Rheinischen Blindenasyls – Annaheim".

25.07.1899
Ergänzung des Aufgabenkataloges um die Versorgung der wegen "Altersschwäche oder sonstiger Gebrechen erwerbsunfähigen Blinden".

August 1899
Eröffnung des Annaheims.

18.05.1904
Inbetriebnahme eines Werkstättenheims in Köln.

15.11.1912
Eröffnung des Blindenheims in der Meckerstraße

1932
Der Verein eröffnet als neue Abteilung die "Rheinische Blinden Arbeitshilfe".

Oktober 1949
Der Verein ist Mitbegründer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.

13.06.1950
Wiedereröffnung des im Krieg beschädigten Annaheims und des Blindenheims.

1960
Errichtung der "Rheinischen Umschulungsstätte für Späterblindete" in der Roonstraße.

01.09.1965
Eröffnung des "Internats für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche" im ehem. Blindenheim in der Meckerstraße.

1977
Umzug des Berufsförderungswerks in die Karl-Arnold-Straße.

1982
Errichtung des Verbindungstrakts mit Küche und Speisesaal zwischen Anna-Schoeller-Haus und Blindenheim

1987
Namensänderung des Vereins in "Rheinischer Blindenfürsorgeverein 1886 Düren"

1993
Verselbstständigung des Berufsförderungswerks, als 50% Tochtergesellschaft des Rheinischen Blindenfürsorgevereins 1886 Düren

05.11.1995
Inbetriebnahme der "Wohn- und Förderstätte für mehrfachbehinderte Blinde" mit 64 Plätzen in der Eberhard-Hoesch-Straße

12.04.1999
Inbetriebnahme des Neubaus des "Internats für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche" mit 24 Plätzen

04.12.2001
Inbetriebnahme des Neubaus des „Anna-Schoeller-Hauses“ mit insgesamt 71 Plätzen für Blinde und Senioren auf drei Wohnebenen zu je 24 Bewohnern

01.01.2009
Übernahme des an die Louis-Braille-Schule angegliederten „Internats für mehrfach behinderte Kinder“ vom Landschaftsverband Rheinland und damit Erweiterung auf 84 Plätze für Schüler der Louis-Braille-Schule.

2009
Erweiterung des Betreuungsangebots um ein „Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung“

01.09.2010
Eröffnung des Schulungs- und Beratungszentrums „Se-Bli-Mo“ in der August-Klotz-Straße

06.07. - 16.08.2011
Ausstellung des Projektes „Kontraste“ des Fotografen Andrej Kleer und Senioren des „Anna-Schoeller-Hauses“ im Café der Einrichtung

16.07.2011
Der RBV 1886 Düren feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt und anschließendem Sommerfest im Park in der Roonstraße